Google Ads: Die Funktion „Anzeigenvariationen“

Bei „Anzeigenvariationen“ handelt es sich um eine Funktion des Google Ads Kontos, die dir erlaubt, neue Anzeigenvarianten für einzelne Kampagnen oder dein komplettes Konto auszuprobieren. Dadurch wird es für dich leichter herauszufinden, welche Änderungen positiv zur Verbesserung der Kampagnenleistung beitragen würden und was du besser sein lassen solltest.

Wissenswert:

Kleine Änderungen deines Call-to-Action können eine große Auswirkung haben. Probiere es doch einfach mal aus, die Funktion “Anzeigenvariationen“ hilft dir dabei.

Welchen Zweck hat die Funktion „Anzeigenvariationen“?

Über die Nutzung von Anzeigenvariationen kannst du verschiedene Varianten für deine Anzeigen anlegen und ausprobieren, welche davon sich positiv auf die Leistung deiner Kampagne auswirken – Stichwort: Google Ads optimieren.

Mithilfe von Anzeigenvariationen kannst du schnell und unkompliziert verschiedene Anzeigenvariationen ausprobieren, z. B. Änderungen des Beschreibungstextes oder des Titels, der Werbeangebote oder der Vorteile der von dir beworbenen Dienstleistung/Produkte usw. Auch im Bezug auf die mobile und finale URL lassen sich verschiedene Anzeigenvariationen einrichten.

Wie funktioniert das mit „Anzeigenvariationen“?

Du wählst als Erstes aus, für welchen Bereich die Funktion genutzt werden soll. Das kann dein Konto sein, eine deiner Kampagnen usw. Nun musst du entscheiden, welcher Anzeigentyp es sein soll (responsive Suchanzeige/Textanzeige) und dann machst du dich daran, verschiedene Varianten der Anzeige zu erstellen. Im nächsten Schritt bestimmst du die weiteren Assets deiner Anzeigenvariationen:

  • Welches Enddatum schwebt dir vor?
  • Bei wie vielen Usern (Zugriffen) sollen die geänderten Anzeigen ausgegeben werden? usw.

Wissenswert: Du hast natürlich auch die Möglichkeit, genau zu überprüfen/kontrollieren, wie sich deine Änderungen/Variationen auf die Leistung der Kampagne auswirken. Entspricht das Ergebnis deiner Vorstellung, kannst du die bestehende Anzeige durch die neue Variante ersetzen.

Wann ist die Verwendung von Anzeigenvarianten sinnvoll?

Die Funktion „Anzeigenvarianten“ ist vor allem dann von Vorteil, wenn dieselbe Änderung für mehrere Kampagnen durchgeführt werden soll oder du Änderungen auf Kontoebene ausprobieren willst.

Tipp: Sollen verschiedene Änderungen durchgeführt und deren Auswirkung ausprobiert werden, ist die Nutzung der Funktion „Kampagnenentwürfe und Tests“ die bessere Wahl.

Textanzeigen: So richtest du Anzeigenvariationen ein.

  1. Melde dich in deinem Google Ads Konto an und öffne über „Entwürfe und Tests“ „Anzeigenvariationen“.

Tipp: Findest du die Auswahl „Entwürfe und Tests“ nicht im linken Seitenmenü kannst du auch die Suchfunktion deines Google Ads Kontos nutzen.

  1. Nun öffnet sich folgende Ansicht.
  1. Um eine neue Variante deiner Anzeige anzulegen, musst du auf das große Pluszeichen klicken.
  1. Unter „Anzeigenauswahl“ wählst du je nach dem entweder direkt eine Anzeige oder alle Kampagnen aus.
  2. Suche beim Anzeigentyp für die Ausrichtung die entsprechende Option heraus. In diesem Fall ist das die Textanzeige.
  3. Unter „Anzeige filtern“ kannst du jetzt Regeln festlegen und/oder die Anzeige filtern.

Wissenswert: Ein Filtern der Anzeige nach URLs, Titels, Pfadfeldern oder Beschreibungen ist möglich.

  1. Klicke auf „Weiter“.
  2. Im nächsten Schritt musst du entscheiden, welche Art Variation du anlegen willst. Denke daran, dass Google hier zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheiden kann – Stichwort: Variationen erstellen.
  3. Unter „Suchen und Ersetzen“ kannst du die Textbausteine deiner Anzeigen suchen und ersetzt (z. B. „Jetzt anrufen“ in „Jetzt anklicken“) und verfolgen, wie sich diese Änderungen auf die Leistung deiner Kampagne auswirken.
  4. Unter „Text aktualisieren“ kannst du folgende Assets deiner Kampagne ändern: finale mobile URL, finale URL, Beschreibungen, Anzeigentitel, angezeigter Pfad.
  5. Sind die Änderungen durchgeführt, musst du auf „Weiter“ klicken. Lebe im nächsten Schritt einen aussagekräftigen Namen für die erstellte Anzeigenvariation fest.
  6. Bestimme End- und Startdatum wann die Anzeigenvariation ausgegeben werden soll. Die Auslieferung erfolgt automatisch.
  7. Nun musst du in der Testgruppe in Prozent angeben, wie viel des Kampagnenbudgets für den Test aufgewendet werden darf.
  8. Schließe den Vorgang ab in dem du auf „Variation erstellen“ klickst.

Wissenswert:

Ob Besucher die ursprüngliche Ad oder deine neue Variation zu sehen bekommen wird über die Cookies gesteuert.

Das Erstellen von Anzeigenvariationen für responsive Suchanzeigen erfolgt nach demselben Prinzip. Mit dem kleinem Unterschied, dass du unter „Anzeigentyp für die Ausrichtung“ „Responsive Suchanzeige“ auswählen musst.

So können Anzeigenvariationen bearbeitet werden

Bei einer bestehenden Anzeigenvariation kannst du deren Start- und Enddatum ändern, wie auch deren Namen. Sind weitere Änderungen notwendig, wirst du diese Anzeigenvariation wohl ändern und eine neue anlegen müssen. Klicke hierfür auf das Stiftsymbol in der Anzeige.

Fazit:

Erst wenn die Anzeigenvariationen nicht mehr ausgeliefert werden, kannst du diese übernehmen, wenn deren Leistung deinen Vorstellungen entspricht.

Mit dem ersten Ausliefern einer Anzeigenvariation kannst du deren Leistung konstant überwachen.

Sobald du eine Anzeigenvariation übernimmst, sind nur noch die Messwerte der neuen Anzeige zu sehen.

Eine Übernahme der Anzeigenvariation für andere Ads derselben Kampagne ist nicht möglich.

So lässt sich die Leistung der Anzeigenvariation überwachen

Ein konstantes Überwachen einer erstellten Anzeigenvariation ist ratsam, um vorhandene Anzeigen durch leistungsstärkere schnell ersetzen zu können. Melde dich hierfür bei deinem Google Ads Konto an und rufe über das linke Seitenmenü „Entwürfe und Tests“ „Anzeigenvariationen“ auf.

Wissenswert: Bei den hier aufgelisteten Anzeigenvariationen wird die Verbindung zu bestehenden Anzeigen aufgezeigt, einschließlich der Impressionen und Klicks. Rufst du eine Anzeigenvariation auf indem du sie anklickst, bekommst du den Leistungsunterschied zwischen deiner bestehenden Anzeige und deiner Anzeigenvariation angezeigt.

Wie sind die Leistungsmesswerte bei Anzeigenvariationen zu beurteilen?

  • Die erste Zahl, die dir angezeigt wird, ist der Leistungswert deiner Anzeigenvariation.
  • Die Prozentzahl, die nachfolgend ausgegeben wird, gibt an, wie viel mehr Klicks die Anzeigenvariation im Vergleich zum Original erzielt hat.
  • Die zwei Zahlen, die in eckigen Klammern stehen, geben den Konfidenzintervall an.

Wissenswert: Sobald dir bei einem Messwert ein blaues Sternchen angezeigt wird, ist das für dich ein Hinweis darauf, dass es sich hierbei um eine statistisch signifikante Zahl handelt. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit bei mindestens 95 Prozent liegt, dass der positive Effekt auf die Anzeigenleistung nicht auf einen Zufall zurückzuführen ist, sondern wirklich auf die Änderung deiner Anzeige.

Welche drei Faktoren haben Einfluss auf die statistische Signifikanz?

  • Deutlicher Leistungsunterschied von der ursprünglichen Anzeige zur geänderten Version. Je größer bzw. deutlicher der Unterschied, desto besser die Signifikanz.
  • Je geringer die Schwankung der Anzeigenleistung desto geringer die Variabilität und desto großer/besser die Signifikanz.
  • Je mehr Impressionen die geänderte Anzeigen haben, desto eher kann man von einer statistischen Signifikanz ausgehen.

Tipp: Nimm dir Zeit, um verschiedene Variationen auszuprobieren. Je länger und intensiver du dich mit deiner Zielgruppe beschäftigst, desto besser bekommst du für sie ein Gespür, was sich auf jeden Fall positiv bezüglich der Leistung/Effektivität deiner Kampagne widerspiegeln wird.

Über den Autor
Andreas Kirchner

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