Budget für Google Ads festlegen

Nachfolgend haben wir für dich die wichtigsten Fakten zusammengestellt, die du wissen musst, um ein sinnvolles Google Ads Budgets festzulegen.

  • Die Gebotsstrategie: Manche Gebotsstrategien, vor allem aus dem Bereiche „Smart Bidding“ setzen einfach ein bestimmtes Werbebudget voraus, damit die festgelegten Ziele erreicht werden können bzw. die Gebotsfunktion nicht eingeschränkt wird. Alle Infos rund um mögliche Gebotsstrategien kannst du hier nachlesen.
  • Die Anzahl deiner Konkurrenten und die Art der Keywords: Je härter Keywords umkämpft sind, desto höher steigen die Gebote. Natürlich hat auch die Art der Keywords und die damit verbundene Suchintention Einfluss auf das Budget bzw. die Kosten deines Google Ads Kontos.
  • Der Qualitätsfaktor: Der Qualitätsfaktor deiner Webseite spielt einen entscheidenden Faktor, der sich nicht nur direkt bei den Kosten deiner Google Ads für dich bemerkbar macht, sondern auch beim ROI. Fakt ist, je besser der Qualitätsfaktor deiner Webseite, desto geringer die Klickpreise. Natürlich verspricht ein guter Qualitätsfaktor auch deutlich besserer Positionen der Google Ads.
  • Die Tageszeit, wann deine Google Ads geschaltet werden, haben ebenfalls deutlichen Einfluss darauf auf die Höhe der Klickpreise.

Wissenswert: Die genannten Beispiele sind nur ein kleiner Teil der Faktoren, die Einfluss auf die Höhe der Klickpreise von Google Ads haben.

Bild von Dirk Wouters auf Pixabay

Grundlegendes, das Du über die Google Ads Kosten wissen solltest

  • Kosten fallen bei deinen Google Ads Kampagnen nur an, wenn deine Ads tatsächlich angeklickt wurden.
  • Google empfiehlt neuen Advertisern, beim Tagesbudget mindestens zehn bis zwanzig Euro anzugeben. Das entspricht zwischen fünfzig und hundert Klicks.
  • Wird das Monatsbudget des aktuellen Monats nicht aufgebraucht, wird es in das nächste übertragen.
  • Auch wenn deine direkten Konkurrenten höhere Gebote abgeben, können deine Ads eine bessere Position bei niedrigeren Preisen haben, wenn der Qualitätsfaktor deiner Webseite besser ist. Wirf doch mal einen Blick in den Keywords Planer. Dort bekommst du einen guten Überblick und eine aussagekräftige Prognose für die für dich interessanten Keywords. Diese Prognose enthält folgende Schätzwerte: Klicks, Impressionen, durchschnittliche CPCs.
Bild von Photo Mix auf Pixabay

Im Zusammenhang mit dem Google Ads Budget werden verschiedene Fachtermini verwendet. Nachfolgend zeigen wir dir welche.

1.      Tagesbudget

Bei dem Tagesbudget handelt es sich um das Budget, dass du täglich für deine Google Ads ausgeben willst.

Tagesbudget eingeschränkt – was jetzt?

Wurde das Tagesbudget deiner Kampagne eingeschränkt, kann das verschiedene Gründe haben. Du kannst versuchen, über die Angabe eines Monatsbudgets dein Tagesbudget zu erhöhen. Geht das nicht, besteht noch die Möglichkeit, die Gebote deiner Kampagnen zu reduzieren, die eine schlechtere Leistung zeigen. Alternativ kannst du im Allgemeinen natürlich auch alle Gebote deiner Kampagnen niedriger ansetzen.

Wissenswert: Die tatsächlichen Kosten deines Google Ads Kontos können kurzfristig dein Tagesbudget überschreiten, deswegen solltest Du aber nicht unnötig in Panik verfallen. Auf das komplette Monat gesehen gleicht sich das wieder aus.

Tipp: Bei einer Kampagne, die das Branding deines Unternehmens verbessern soll, ist es sinnvoll, das Budget nicht mehr zu begrenzen, sobald der ROAS belegt, dass die Kampagne effizient ist.

2.      Potenzielle Klicks

Potenzielle Klicks sind die Klicks, die mit dem Budget möglich sind, die Du festgelegt hast.

So werden potenzielle Klicks berechnet

Grundvoraussetzung für die Berechnung ist, dass der durchschnittliche und tatsächliche CPC identisch sind. Hierbei wird das Kampagnenbudget durch den max. CPC geteilt. Das Ergebnis entspricht den potenziellen Klicks.

3.      Kontobudget

Hierbei handelt es sich um das Budget, das für ein gesamtes Google Ads Konto festgelegt wird. Wurden durch die geschalteten Kampagnen des Kontos das Budget aufgebraucht, werden die Anzeigen nicht mehr ausgespielt.

Wissenswert:

  • Google Ads Konten mit automatischer oder manueller Zahlung können kein Kontobudget einrichten.
  • Üblicherweise erwartet Google die Einrichtung eines Kontobudgets, wenn eine monatliche Zahlweise geplant ist.
  • Das Kontobudget hat den großen Vorteil, dass man die Kosten immer im Blick hat.

4.      Gemeinsam genutztes Budget

Ein gemeinsam genutztes Budget kann für einzelne oder mehrere Kampagnen eines Google Ads Kontos verwendet werden. Zum „gemeinsam genutzten Budget“ können Kampagnen individuell Kampagnen hinzugefügt und ergänzt werden. Neben der zentralen Budgetverwaltung hat diese Funktion den großen Vorteil, dass nicht die kosteneffizientesten Anzeigen, sondern die klickstärksten Anzeigen ausgegeben werden.

Gemeinsames Budget einrichten

  • Logge dich in deinem Google Ads Konto ein.
  • Gehe auf „Tools und Einstellungen“ und öffne „gemeinsame Budgets“. Diese findest du unter „gemeinsam genutzte Bibliotheken“. Um ein neues „gemeinsames Budget anzulegen, musst du nur auf das große Pluszeichen klicken. Vergibt für das neue „gemeinsame Budget“ einen aussagekräftigen Namen und lege fest, wie hoch der Budgetrahmen sein soll. Jetzt hast du die optionale Möglichkeit direkt gleich Kampagnen hinzuzufügen. Zum Schluss musst du deine gemachten Eingaben noch mit Speichern bestätigen.

Wissenswert: Zur Anwendung dieses Budgetrahmens kommt es erst, wenn du dem gemeinsamen Budget eine Kampagne hinzugefügt hast.

Tipp: Reicht dein festgelegtes Budget nicht bzw. ist es zu schnell aufgebracht, dann musst du Gebotsanpassungen durchführen. Wie das geht, erfährst du weiter unten im Artikel.

5.      Kampagnenbudget

Üblicherweise werden Einsteiger für jede Kampagne ein eigenes Budget vorgeben, das sogenannte Kampagnenbudget.

Wie kann man das Google Ads Budget überwachen?

Innerhalb deines Google Ads Kontos gibt es eine Reihe interner Tools und Funktionen, die Dir dabei helfen, das Budget deiner Google Ads zu überwachen.

Berichte

Um die Effizienz deiner Kampagne zu überwachen und das Geld, das du investierst, solltest du immer das Google Ads Tracking einrichten. Natürlich helfen dir die Auswertungen des Trackings auch dabei, deine Kampagnen zu optimieren.

Tipp: Um zu verhindern, dass dir aufgrund eines ausgeschöpften Tagesbudget Kunden durch die Lappen gehen, kannst du dich per Bulk-Aktion informieren lassen, wann es Zeit wird, dein Google Ads Budget zu erhöhen – Stichwort: Gebotsanpassung.

  • Bei der Nutzung von Google Ads fallen nur Kosten an, wenn die angeklickt werden.
  • Das Tagesbudget einer Kampagne einer Kampagne sollte bei mindestens zehn bis zwanzig Euro liegen.
  • Wird das Monatsbudget nicht aufgebraucht, wird der übrig gebliebene Betrag ins Folgemonat übertragen.

Was ist eine Mehrauslieferung?

Da die Zugriffszahlen nicht immer gleichbleiben, lässt Google bis doppelt so viele Klicks zu als das Tagesbudget hergeben würde – Stichwort: Mehrauslieferung. Trotzdem bleibt es bei dem von dir festgelegten Tagesbudget x 30,4 Tage.

Tipp: Empfohlenes Tagesbudget anzeigen – Bist Du dir unsicher, welches Tagesbudget du eingeben sollst, wirf einen genauen Blick in die Budgeteinstellungen. Dort macht dir Google unter „empfohlenes Tagesbudget anzeigen“ einen Vorschlag. Diese Empfehlung von Google basiert auf der Leistung der Kampagne, die sie innerhalb der letzten fünfzehn Tage erbracht hat.

Bild von Holger Grybsch auf Pixabay

So werden Gebotsanpassungen durchgeführt

Über Gebotsanpassungen kannst du steuern, wann, wo und auf welchen Geräten deine Ads ausgegeben werden. Dazu solltest du wissen, sobald Gebotsanpassungen vorhanden sind, wertet diese Google als dominanter gegenüber vorhandenen Geboten. In deinem Google Ads Konto stehen dir eine Reihe an Möglichkeiten zur Feinjustierung deiner Kampagnen zur Auswahl, um deine Gebote optimal auf deine Bedürfnisse auszurichten.

Wie funktionieren Gebotsanpassungen?

Führst du eine Gebotsänderung durch, führst du praktisch eine prozentuale Änderung deiner Gebote durch.

Beispiel: Eine deiner Kampagnen bei der du maximalen CPC auf 1 Euro festgelegt hast, läuft sehr gut auf Mobilfunkgeräten. Du willst aber noch mehr potenzielle Kunden erreichen. Deswegen erhöhst Du dein Gebot für Mobilgeräte um 35 %. Das heißt, startet jemand von seinem Handy aus eine Suchanfrage mit den von dir festgelegten Keywords, werden deine Gebote aufgrund der von dir durchgeführten Anpassungen bis auf 1,35 Euro erhöht.

Welche Arten von Gebotsanpassungen können durchgeführt werden?

  • Geräte: Du kannst anhand der Geräte (z. B. PC, Smartphone, Tablet) bestimmen, wie häufig deine Anzeigen ausgeliefert werden. Diese Gebotsanpassung kannst du nicht nur für Kampagnen, sondern auch für Anzeigengruppen durchführen (Von – 100% bis 900 %).

Wissenswert: Du kannst Gebote für bestimmte Geräte ausschließen in dem du diese auf – 100% festlegst.

Achtung, führst Du Anpassungen auf Kampagnenebene durch, werden eventuell gemachte Anpassungen auf Ebene der Anzeigengruppen ignoriert.

  • Standorte: Gebotsanpassungen bezüglich der Standorte kannst du nur für Kampagnen durchführen ( – 90 % bis 900 %)
  • Tageszeiten (Anzeigenplanung): Hier kannst du Vorgaben machen, zu welchen Tagen und Tageszeiten die Gebote für deine Kampagne erhöht oder gesenkt werden sollen. ( – 90 % bis 900 %)
  • Beliebteste Inhalte (erweitert): Für Ads innerhalb Apps, im Displaynetzwerk oder bei YouTube hast du die Möglichkeit, Anpassungen bezüglich deiner Inhalte durchzuführen, indem die Gebote für Anzeigen erhöht werden, die besonders beliebt sind (0 bis 500 %).
  • Ausrichtungsmethode: Eine weitere Möglichkeit zur Gebotsanpassung ist die sogenannte Ausrichtungsmethode. Du kannst Anzeigengruppen und Kampagnen gezielt auf potenzielle Kunden ausrichten.
  • Remarketing-Listen: Remarketing-Listen können dir ebenfalls dabei helfen, Gebotsanpassungen durchzuführen. Du hast über die Listen z. B. die Möglichkeit, die Gebote für Nutzer gezielt zu erhöhen, die bereits einmal auf deiner Webseite waren.
  • Interaktionen: Eine weitere Variante einer Gebotsanpassung ist, die Gebote so anzupassen, dass die Ads vermehrt auf Smartphones angezeigt werden, über die direkt angerufen werden kann.
  • Demografische Merkmale: Läuft deine Kampagne eine Zeit lang, dann wurden während dieser Zeit entsprechend Daten gesammelt. Daten, die dir dabei helfen, entsprechende Gebotsanpassungen anhand demografischer Merkmale durchzuführen, um deinen ROI zu verbessern und mehr Kunden zu erreichen.

Tipp: Du kannst es Dir auch ganz einfach machen und dich bei deinen Kampagnen gleich für eine Smart-Bidding Gebotsstrategie entscheiden. Hier führt Google automatisch Gebotsanpassungen durch, abhängig vom Ziel der smarten Gebotsstrategie. Die automatische Gebotsstrategie wird umso effizienter, je länger die Kampagne läuft, denn je mehr Daten Google hat, umso besser kann die künstliche Intelligenz dahinter lernen.

Über den Autor
Andreas Kirchner

One Response

Add a Comment