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Bedingt durch die Coronakrise hat sich das Kaufverhalten vieler Verbraucher spürbar verändert, was sich vor allem in Bezug auf den Schulanfang deutlich herauskristallisiert. Immer mehr Menschen informieren sich erst online, wo sie das benötigte Schulmaterial zu den besten Preisen bzw. Bedingungen bekommen. Meistens wird das benötigte Material aber nur teilweise vor Ort gekauft. Das, was man nicht lokal bekommt, wird online bestellt – Stichwort: Omni-Channel-Käufer.
Befragungen in Nordamerika haben ergeben, dass die Hälfte aller befragten Menschen erst im Internet recherchiert, ob die benötigten Artikel vor Ort vorhanden sind. Die anderen 48 % suchen nach Geschäften, die eine kontaktlose Lieferung und/oder eine Abholung vor dem Laden ermöglichen.
Will man also eine derartige Zielgruppe erreichen, dann sind Anzeigen mit lokalem Inventar eine gute und sinnvolle Investition. Sie machen es der Zielgruppe einfach leichter, vor Ort vorhandene Angebote zu finden. Über „Anzeigen mit lokalem Inventar“ wird es für stationäre Einzelhändler möglich, die Produkte zu zeigen, die bei dir vor Ort vorhanden sind und abgeholt werden können.
Wissenswert: Alternativ zu Anzeigen mit lokalem Inventar können auch bestehende Produktfeeds mit der Funktion „später abholen“ genutzt werde. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Produkte mithilfe von Pointyy online zu präsentieren.
Mithilfe von „Anzeigen mit lokalem Inventar“ kannst du die User erreichen, die in der direkten Nähe deines Ladens eine Suchanfrage bei Google starten. Du kannst sie ansprechen, indem du Ihnen z. B. dein Geschäft oder deine Produkte direkt online präsentierst. Klickt der User auf eine deiner Anzeigen, wird er auf die von Google gehostete Verkäuferseite weitergeleitet. Dort werden ihm eine Wegbeschreibung zu deinem Geschäft, deine Öffnungszeiten und Informationen zu deinem Produkt angezeigt.
Damit die lokal bei dir erhältlichen Produkte in lokalen Anzeigen in der organischen Suche ausgegeben werden, benötigst du 3 Konten, das Google My Business-Konto, Google Ads Konto und das Merchant Center.
Wissenswert: Alle drei Konten lassen sich verknüpfen, wenn du für den Zugang dieselbe Mailadresse nutzt.
Wissenswert: Solange du nur Produkte präsentieren willst, die bei dir im Geschäft zu haben sind, benötigst du keine Webseite.
Für das Aktivieren von Anzeigen mit lokalem Inventar musst du dich in deinem Google Merchant Center Konto einloggen. Öffne über das Navigationsmenü „Wachstum“ und „Programme verwalten“. Anschließen klickst du auf unter lokale Produkteinträge bzw. Anzeigen mit lokalem Inventar auf „Jetzt starten“. Gib das Land an, in dem sich dein Laden befindet.
Achtung: Damit Anzeigen mit lokalem Inventar Sinn machen, musst du zu deinem Google Merchant Center alle Informationen zu deinem Unternehmen hinzugefügt haben.
Bei dem Hauptfeed handelt es sich um eine Liste deiner vor Ort vorhandenen Produkte.
Wissenswert:
Die Angaben pro Produkt müssen im Hauptfeed enthalten sein:
Du bist nicht gezwungen, den Produktfeed täglich manuell zu aktualisieren, da auch eine Automatisierung möglich ist. Hierfür musst du geplante Abrufe verwenden und die Upload-Häufigkeit deines Feeds im Merchant Center individuell anpassen.
Sobald du deinen Produktfeed für deine Anzeigen mit lokalem Inventar hochgeladen hast, hast du die Möglichkeit eine Inventarüberprüfung zu beantragen. Diese ist wichtig, denn dadurch wird Google signalisiert, dass die von dir angegebenen Zahlen mit der tatsächlichen Anzahl der vorhandenen Produkte übereinstimmt.
Beim Kontakt für die Inventarüberprüfung handelt es sich um eine Person, die sich um die Koordination der Inventarüberprüfung kümmert. Diese muss mit dem im Merchant Center angegebenen Ansprechpartner nicht übereinstimmen.
Wissenswert:
Achtung: Eine Beantragung der Inventarüberprüfung ist erst dann möglich, wenn der Kontakt für die Inventarüberprüfung angegeben und verifiziert wurde. Nach der Verifizierung dauert es noch einmal bis zu 24 Stunden, bis eine Inventarüberprüfung beantragt werden kann.
Bei einer Inventarüberprüfung überprüft Google dienen Datenfeed, ob die dort von dir angegebenen Informationen korrekt sind.
Google sendet dir eine Mail, wann eine Inventarüberprüfung möglich ist. Darauf hin beauftragst du eine Inventarüberprüfung über dein Google Konto, kannst das aber auch per Mail tun. Du solltest vorher aber immer den Ansprechpartner für die Inventarüberprüfung angeben.
Nach der Beantragung der Inventarüberprüfung schickt dir Google eine E-Mail als Terminbestätigung. Zusätzlich bekommst du eine Art Umfrageformular. Dieses beinhaltet eine zufällige Auswahl deiner Produkte, die du im Datenfeed enthalten ist. Du musst überprüfen, ob diese tatsächlich in deinem Laden vorhanden sind. Mache davon Bilder. Auf diesen muss die Preise und die Produktetiketten gut zu sehen sein.
Wissenswert: Eine Inventarüberprüfung benötigt ca. vier Stunden.
Für das Aktivieren der lokalen Produkte in dienen Shoppingkampagnen musst du eine Shopping-Kampagne erstellen oder kannst auf eine bereits vorhandene Kampagne zugreifen. Öffne Einstellungen. Danach klickst du auf Einstellungen für Shopping-Kampagnen und weitere Einstellungen. Jetzt siehst du lokal erhältliche Produkte vor dir. Hier musst du im Kästchen bei „lokal erhältliche Produkte aktivieren, die in Geschäften vor Ort verkauft werden“ einen Haken setzen. Speichere deine gemachten Angaben und fertig.
Beim Erstellen von Anzeigen mit lokalem Inventar gelten dieselben Richtlinien wie für Google Shopping. Allerdings gibt es dabei einige Ausnahmen und Besonderheiten zu beachten.
Ein Bereitstellen von Daten für die Ads mit lokalem Inventar und personenidentifizierbaren Daten deiner Kunden ist nicht erlaubt. Es ist nur nicht erlaubt, sondern absolut verboten. Es dürfen weder Telefonnummern, Kreditkartendaten, Namen oder andere Informationen genannt werden, die ermöglichen die eine oder andere Handlung direkt einer Person zuzuordnen. Solltest du trotzdem Google personenbezogene Daten zur Verfügung stellen, liegt die Haftung einzig und allein bei dir. (Achtung Verstoß DSGVO!)
Google veröffentlicht keinerlei Daten, die direkt einem Unternehmen zuordenbar sind.
Die Webseite muss weder die Möglichkeit zur Onlinezahlung noch einen Onlinewarenkorb bieten. Auch Versandinformationen sind nicht notwendig, da die waren ja stationär verkauft werden.
Andreas Kirchenr ist ein erfahrener Experte für Suchmaschinenwerbung und der kreative Kopf hinter SEA Panda. Mit über einem Jahrzehnt Erfahrung im digitalen Marketing hat er sich auf Google Ads spezialisiert und hilft Unternehmen dabei, ihre Online-Präsenz zu optimieren. Seine praxisnahen Anleitungen und fundierten Analysen bieten wertvolle Einblicke in aktuelle Trends und effektive Strategien. Andreas ist bekannt für seine Fähigkeit, komplexe Konzepte verständlich zu erklären und seine Leser zu inspirieren, innovative Ansätze auszuprobieren.
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