Anzeigen mit lokalem Inventar: So sorgen Sie für höhere Verkaufszahlen lokal und online

Anzeigen mit lokalem Inventar: So sorgen Sie für höhere Verkaufszahlen lokal und online

01. Januar 1970 / Andreas Kirchner

Bedingt durch die Coronakrise hat sich das Kaufverhalten vieler Verbraucher spürbar verändert, was sich vor allem in Bezug auf den Schulanfang deutlich herauskristallisiert. Immer mehr Menschen informieren sich erst online, wo sie das benötigte Schulmaterial zu den besten Preisen bzw. Bedingungen bekommen. Meistens wird das benötigte Material aber nur teilweise vor Ort gekauft. Das, was man nicht lokal bekommt, wird online bestellt – Stichwort: Omni-Channel-Käufer.

Befragungen in Nordamerika haben ergeben, dass die Hälfte aller befragten Menschen erst im Internet recherchiert, ob die benötigten Artikel vor Ort vorhanden sind. Die anderen 48 % suchen nach Geschäften, die eine kontaktlose Lieferung und/oder eine Abholung vor dem Laden ermöglichen.

Will man also eine derartige Zielgruppe erreichen, dann sind Anzeigen mit lokalem Inventar eine gute und sinnvolle Investition. Sie machen es der Zielgruppe einfach leichter, vor Ort vorhandene Angebote zu finden. Über „Anzeigen mit lokalem Inventar“ wird es für stationäre Einzelhändler möglich, die Produkte zu zeigen, die bei dir vor Ort vorhanden sind und abgeholt werden können.

Wissenswert: Alternativ zu Anzeigen mit lokalem Inventar können auch bestehende Produktfeeds mit der Funktion „später abholen“ genutzt werde. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Produkte mithilfe von Pointyy online zu präsentieren.

Omni-Channel-Kunden erreichen: Darauf solltest du achten!

  • Willst du eine Zielgruppe erreichen, die bei dir online und/oder in deinem Geschäft kauft, dann solltest du eine Einschränkung der Reichweite deiner Google Ads Anzeigen vermeiden.
  • Es ist sinnvoll, die Conversions, die für lokale Besuche sprechen, in deine Smart-Bidding-Gebotsstrategie mit einfließen zu lassen.
  • Insbesondere über Shopping- und Suchkampagnen lassen sich sogenannte Omni-Channel-Zielgruppen erreichen.

Was sind Anzeigen mit lokalem Inventar?

Mithilfe von „Anzeigen mit lokalem Inventar“ kannst du die User erreichen, die in der direkten Nähe deines Ladens eine Suchanfrage bei Google starten. Du kannst sie ansprechen, indem du Ihnen z. B. dein Geschäft oder deine Produkte direkt online präsentierst. Klickt der User auf eine deiner Anzeigen, wird er auf die von Google gehostete Verkäuferseite weitergeleitet. Dort werden ihm eine Wegbeschreibung zu deinem Geschäft, deine Öffnungszeiten und Informationen zu deinem Produkt angezeigt.

Welche Vorteile bringt das Nutzen von Anzeigen mit lokalem Inventar?

  • Du kannst deine Zielgruppe in der organischen Google-Suche zeigen, ob du die gesuchte Ware vor Ort hast oder nicht.
  • Dein Ladengeschäft ist online präsent.
  • Du kannst alle Conversions überwachen und sehen, wie die Leistung deiner Kampagnen deinen lokalen Umsatz beeinflussen.
  • Die lokalen Produkteinträge sind kostenlos.

Wer kann Anzeigen mit lokalem Inventar nutzen?

  • Deutschland
  • USA
  • Österreich
  • Vereinigtes Königreich
  • Dänemark
  • Schweiz
  • Schweden
  • Australien
  • Norwegen
  • Frankreich
  • Brasilien
  • Neuseeland
  • Niederlande
  • Kanada
  • Japan

Wie geht man zum Einrichten von Anzeigen mit lokalem Inventar vor?

Damit die lokal bei dir erhältlichen Produkte in lokalen Anzeigen in der organischen Suche ausgegeben werden, benötigst du 3 Konten, das Google My Business-Konto, Google Ads Konto und das Merchant Center.

Wissenswert: Alle drei Konten lassen sich verknüpfen, wenn du für den Zugang dieselbe Mailadresse nutzt.

Anzeigen mit lokalem Inventar einrichten: Das musst du in den einzelnen Konten tun

  • Nachdem du dein Google Merchant Center Konto eingerichtet hast, musst du einen Feed mit den lokal bei dir erhältlichen Produkten anlegen.

Wissenswert: Solange du nur Produkte präsentieren willst, die bei dir im Geschäft zu haben sind, benötigst du keine Webseite.

  • Füge im Merchant Center einen Feed hinzu, der alle Produkte enthält, die bei dir lokal vor Ort verfügbar sind.
  • Verknüpfe dein Google My Business-Konto mit deinem Google Merchant Center Konto. Gib alle Standorte deiner lokalen Länden an und wähle die Standortgruppen aus.
  • Verknüpfe Google My Business und das Merchant Center mit Google Ads.

Wie kann man Anzeigen mit lokalem Inventar aktivieren?

Für das Aktivieren von Anzeigen mit lokalem Inventar musst du dich in deinem Google Merchant Center Konto einloggen. Öffne über das Navigationsmenü „Wachstum“ und „Programme verwalten“. Anschließen klickst du auf unter lokale Produkteinträge bzw. Anzeigen mit lokalem Inventar auf „Jetzt starten“. Gib das Land an, in dem sich dein Laden befindet.

Achtung: Damit Anzeigen mit lokalem Inventar Sinn machen, musst du zu deinem Google Merchant Center alle Informationen zu deinem Unternehmen hinzugefügt haben.

Anzeigen mit lokalem Inventar: den Hauptfeed hochladen

Bei dem Hauptfeed handelt es sich um eine Liste deiner vor Ort vorhandenen Produkte.

Wissenswert:

  • Wenn du neben Shoppinganzeigen, noch Anzeigen mit lokalem Inventar stellen willst, solltest du verschiedene Feeds nutzen.
  • Achte darauf, dass du beim Erstellen des Hauptfeeds alle erforderlichen Attribute angibst. Tust du das nicht, kann es passieren, dass die betroffenen Artikel nicht in den Suchergebnissen erscheinen. Zudem ist natürlich auch die Leistung deiner Anzeigen mit lokalem Inventar schlechter.
  • Gib die korrekten Feed-Ziele über das Attribut „excluded_destination [ausgeschlossenes Ziel] an.
  • Erstelle deinen Hauptfeed als XML-Datei oder als Textdatei mit Trennzeichen.

Die Angaben pro Produkt müssen im Hauptfeed enthalten sein:

Wie kann man die Upload-Häufigkeit des Produktfeeds automatisieren?

Du bist nicht gezwungen, den Produktfeed täglich manuell zu aktualisieren, da auch eine Automatisierung möglich ist. Hierfür musst du geplante Abrufe verwenden und die Upload-Häufigkeit deines Feeds im Merchant Center individuell anpassen.

Was hat es mit der Inventarprüfung auf sich?

Sobald du deinen Produktfeed für deine Anzeigen mit lokalem Inventar hochgeladen hast, hast du die Möglichkeit eine Inventarüberprüfung zu beantragen. Diese ist wichtig, denn dadurch wird Google signalisiert, dass die von dir angegebenen Zahlen mit der tatsächlichen Anzahl der vorhandenen Produkte übereinstimmt.

Der Kontakt für die Inventarüberprüfung

Beim Kontakt für die Inventarüberprüfung handelt es sich um eine Person, die sich um die Koordination der Inventarüberprüfung kümmert. Diese muss mit dem im Merchant Center angegebenen Ansprechpartner nicht übereinstimmen.

Wissenswert:

  • Der Kontakt zur Inventarüberprüfung wird von Google darüber informiert, wann Inventarüberprüfungen geplant und letztendlich durchgeführt werden. Kümmern sich mehrere Personen, um die Verwaltung des Google Ads Kontos sollte eine Mailadresse angegeben werden, die von allen genutzt wird.
  • Eine Inventarprüfung ist nicht notwendig, wenn eine Preisgarantie implementiert wurde.
  • Wenn Du einen neuen Produktfeed einreichst, kann es bis zu 72 Stunden dauern, bis dieser bearbeitet wird.

Wie legt man einen Kontakt zur Inventarüberprüfung an?

  • Logge dich in deinem Merchant Center Konto ein und rufe über die Navigation „Übersicht“ auf.
  • Klicke unter kostenlose lokale Produkteinträge bzw. Anzeigen mit lokalem Inventar auf „Weiter“.
  • Wähle in der Programmleiste das richtige Land aus.
  • Gib jetzt den Kontakt für die Inventarüberprüfung an und speichere deine gemachten Angaben.

Achtung: Eine Beantragung der Inventarüberprüfung ist erst dann möglich, wenn der Kontakt für die Inventarüberprüfung angegeben und verifiziert wurde. Nach der Verifizierung dauert es noch einmal bis zu 24 Stunden, bis eine Inventarüberprüfung beantragt werden kann.

Wie wird eine Inventarüberprüfung beantragt?

  1. Melde Dich im Merchant Center Konto an und klicke auf „Übersicht“.
  2. Betätige unter kostenlose Produkteinträge und/oder Anzeigen mit lokalem Inventar „Weiter“.
  3. Suche das richtige Land heraus und klicke auf „Überprüfung beantragen“.
  4. Nun beginnt auf der Seite von Google ein Überprüfungsprozess. Dabei überprüft das Unternehmen alle Feeds, die eingereicht wurden. (Die Überprüfung kann bis zu einer Woche dauern!)
  5. Werden im Feed technische Probleme entdeckt, informiert Google den angegebenen technischen Ansprechpartner.
  6. Wurde der Feed von Google akzeptiert, kann ein Termin zur Überprüfung des Inventars vereinbart werden.
  7. Nach der abgeschlossenen Inventarüberprüfung werden die kostenlosen lokalen Einträge in der organischen Suche und auf anderen Plattformen angezeigt.

Was passiert bei einer Inventarprüfung?

Bei einer Inventarüberprüfung überprüft Google dienen Datenfeed, ob die dort von dir angegebenen Informationen korrekt sind.

Google sendet dir eine Mail, wann eine Inventarüberprüfung möglich ist. Darauf hin beauftragst du eine Inventarüberprüfung über dein Google Konto, kannst das aber auch per Mail tun. Du solltest vorher aber immer den Ansprechpartner für die Inventarüberprüfung angeben.

Nach der Beantragung der Inventarüberprüfung schickt dir Google eine E-Mail als Terminbestätigung. Zusätzlich bekommst du eine Art Umfrageformular. Dieses beinhaltet eine zufällige Auswahl deiner Produkte, die du im Datenfeed enthalten ist. Du musst überprüfen, ob diese tatsächlich in deinem Laden vorhanden sind. Mache davon Bilder. Auf diesen muss die Preise und die Produktetiketten gut zu sehen sein.

Wissenswert: Eine Inventarüberprüfung benötigt ca. vier Stunden.

Shopping-Kampagnen: Wie können lokale Produkte aktiviert werden?

Für das Aktivieren der lokalen Produkte in dienen Shoppingkampagnen musst du eine Shopping-Kampagne erstellen oder kannst auf eine bereits vorhandene Kampagne zugreifen. Öffne Einstellungen. Danach klickst du auf Einstellungen für Shopping-Kampagnen und weitere Einstellungen. Jetzt siehst du lokal erhältliche Produkte vor dir. Hier musst du im Kästchen bei „lokal erhältliche Produkte aktivieren, die in Geschäften vor Ort verkauft werden“ einen Haken setzen. Speichere deine gemachten Angaben und fertig.

Anzeigen mit lokalem Inventar erstellen: diese Richtlinien müssen eingehalten werden

Beim Erstellen von Anzeigen mit lokalem Inventar gelten dieselben Richtlinien wie für Google Shopping. Allerdings gibt es dabei einige Ausnahmen und Besonderheiten zu beachten.

  • Kunden müssen an einem stationären Standort die angepriesenen Artikel besichtigen und erstehen können.
  • Werden die Produkte nur für eine bestimmte Zielgruppe angeboten, z. B. Clubmitglieder, ist es nicht möglich Anzeigen mit lokalem Inventar zu schalten.
  • Das Nutzen von Anzeigen mit lokalem Inventar ist nicht möglich, wenn Waren verkauft werden sollen, die gegen die Inhaltsrichtlinien von Google-Shopping verstoßen.
  • Das Verwenden des ISF-Parameters ist nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt.
  • Wird ein Drittanbieter zum Tracken Conversion verwendet, dürfen die gewonnenen Daten nicht zum Remarketing oder zum Ausrichten der Anzeigen verwendet werden.
  • Das Schalten von Anzeigen mit lokalem Inventar ist nur möglich, wenn man sich in dem jeweiligen Land befindet.
  • Das Teilnehmen an Inventarüberprüfungen ist verpflichtend!

Der Umgang mit personenidentifizierbaren Informationen

Ein Bereitstellen von Daten für die Ads mit lokalem Inventar und personenidentifizierbaren Daten deiner Kunden ist nicht erlaubt. Es ist nur nicht erlaubt, sondern absolut verboten. Es dürfen weder Telefonnummern, Kreditkartendaten, Namen oder andere Informationen genannt werden, die ermöglichen die eine oder andere Handlung direkt einer Person zuzuordnen. Solltest du trotzdem Google personenbezogene Daten zur Verfügung stellen, liegt die Haftung einzig und allein bei dir. (Achtung Verstoß DSGVO!)

Google veröffentlicht keinerlei Daten, die direkt einem Unternehmen zuordenbar sind.

Anzeigen mit lokalem Inventar: die Richtlinienausnahmen

Die Webseite muss weder die Möglichkeit zur Onlinezahlung noch einen Onlinewarenkorb bieten. Auch Versandinformationen sind nicht notwendig, da die waren ja stationär verkauft werden.

Andreas Kirchner

Andreas Kirchenr ist ein erfahrener Experte für Suchmaschinenwerbung und der kreative Kopf hinter SEA Panda. Mit über einem Jahrzehnt Erfahrung im digitalen Marketing hat er sich auf Google Ads spezialisiert und hilft Unternehmen dabei, ihre Online-Präsenz zu optimieren. Seine praxisnahen Anleitungen und fundierten Analysen bieten wertvolle Einblicke in aktuelle Trends und effektive Strategien. Andreas ist bekannt für seine Fähigkeit, komplexe Konzepte verständlich zu erklären und seine Leser zu inspirieren, innovative Ansätze auszuprobieren.

sea-panda.de

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