Von Google AdWords zu Ads

So hat sich Googles Werbeprogramm entwickelt:
Google bietet Werbetreibenden schon lange die Möglichkeit, Werbung direkt in der Suchmaschine zu schalten. Beinahe 20 Jahre lang wurden diese Anzeigen Google AdWords genannt. Dies hatte jedoch 2018 ein Ende. Von nun an werden die AdWords als Ads bezeichnet.

Die Namensänderung ist längst nicht die einzige Entwicklung, die Googles Werbeprogramm im letzten Jahr gemacht hat. Und auch in diesem Jahr wird es spannend weitergehen.

Die digitalen Entwicklungen der letzten zwei Jahrzehnte sind unzählbar. Die Bildschirme werden aufgrund des erhöhten Anteils mobiler Nutzung immer kleiner, der Anteil an Verbrauchern, die online shoppen, immer größer und die Anzahl verschiedener Kanäle, auf denen Werbetreibende im Internet ihr Produkt oder ihre Dienstleistung vorstellen können, immer vielseitiger.

In dieser Fülle an Möglichkeiten konnte Google sich mit seinem Werbeprogramm als größtes Werbenetzwerk weltweit etablieren. Dazu muss Google immer am Puls der Zeit sein. Da Suchmaschinenwerbung nicht nur aus Wörtern besteht, nannte das Unternehmen die altbekannten AdWords in Google Ads um und integrierte sie zusammen mit der „Analytics 360 Suite“ und „DoubleClick Digital Marketing“ in die „Google Marketing Platform“.

Was brachte 2018 sonst noch?

Die Umbenennung in Google Ads ist vielleicht die Entwicklung des letzten Jahres, die am meisten Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, doch sie ist nicht die einzige Neuerung, die 2018 für Googles Werbeplattform bereithielt.

Durch ein verändertes System zur Ermittlung der Durchschnittsposition können Werbetreibende seit November besser erkennen, an welcher Stelle ihre Anzeige wirklich erscheint. Außerdem wurde der Exact Match dahingehend weiterentwickelt, dass nun auch bedeutungsgleiche Wörter (beispielsweise Paraphrasen, implizite Wörter und gleiche Absichten) berücksichtigt werden können.

Mithilfe von maschinellem Lernen können Webseitenbesuche, die mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu einer Conversion führen werden, genauer ermittelt werden, während die Einführung von Parallel Tracking potentiellen Kunden kürzere Ladezeiten und somit ein angenehmeres Nutzererlebnis ermöglicht.

Das im August durchgeführte erweiterte Textanzeigen-Update, mit dem Werbetreibende zusätzlich über eine weitere Überschrift und Beschreibung verfügen, sowie eine im Januar veröffentlichte Promotions-Erweiterung, die die Integration von Sonderangeboten in Anzeigen ermöglicht, bieten dem Werbetreibenden zahlreiche neue Möglichkeiten, potentielle Nutzer von ihren Produkten zu überzeugen.

Auch über eine neue Benutzeroberfläche durften Google Ads Nutzer sich im Jahr 2018 freuen. Neben einem Audience Manager und einem vollständig erneuerten Dashboard verfügt diese über eine Funktion zum automatisierten A/B-Testing durch sogenannte Responsive Search Ads. Zusätzlich wurden zahlreiche neue Erweiterungs- und Berichtsoptionen in der neuen Benutzeroberfläche integriert.

Was bringt 2019?

Ein Blick auf die bisherigen Entwicklungen des Werbeprogramms von Google macht neugierig, wie die Zukunft aussehen könnte. Mit diesen neuen Herausforderungen und Chancen werden Werbetreibende es in diesem Jahr vermehrt zu tun bekommen.

Der Wettbewerb wächst

Schon heute zeichnet sich ein deutlicher Trend in Unternehmen ab, mehr und intensiver online zu werben. Mit dem wachsenden Wettbewerb schnellen die Klickpreise in die Höhe und die Chancen auf einen hohen Return on Investment sinken. Betrachtet man die letzten vier Jahre, ist zu erkennen, dass viele Klickpreise sich in dieser Zeit mehr als verdoppelt haben.

Ein Vorteil des höheren Wettbewerbs ist jedoch, dass Qualität zunehmend an Bedeutung gewinnt. Google kann Ads Kampagnen von hoher Qualität mit einem besseren Ranking oder sogar mit einem günstigeren Klickpreis belohnen. Wollen Werbetreibende der Konkurrenz einen Schritt voraus sein, sollten sie also auf qualitativ hochwertige Kampagnen setzen. Die Ads Experten von der Google Ads Agentur AdPoint GmbH können behilflich sein, die rund 77 Stellschrauben zu drehen, die hierbei zu berücksichtigen sind.

Der Benutzer rückt in den Vordergrund

Bei der Erstellung von Google Ads Kampagnen sollten Werbetreibende auf keinen Fall den Benutzer und seine Interessen aus den Augen verlieren. Der Anteil an mobiler Internetnutzung wird auch im Jahr 2019 weiter steigen. Dazu gehört ins besondere die Verwendung von Voice Search. Statt einzelner Wörter werden dadurch vermehrt ganze Sätze und Fragen gesucht. Die Gewohnheiten und Interessen der Internetnutzer ändern sich also deutlich.

Es ist dabei äußerst wichtig, auf diese Interessen einzugehen. Kommt eine Anzeige schlecht beim Benutzer an, wird diese nämlich auch im Ranking schlechter abschneiden. Damit das nicht passiert, ist es wichtiger denn je, die Gruppe der potentiellen Kunden im Blick zu halten.

Diese sollte jedoch im Jahr 2019 nicht mehr als Zielgruppe betrachtet werden. Empfehlenswerter ist die Denkweise in Personae. Eine Persona ist im Vergleich zu einer Zielgruppe passgenauer, da es sich hierbei um einen fiktiven „Idealkunden“ handelt. Dies erleichtert es Werbetreibenden, die Wünsche und Bedürfnisse ihrer realen Kunden besser zu erkennen und ihre Anzeigen und Landingpages darauf zuzuschneiden.

Der moderne Internetbenutzer achtet zunehmend auf Authentizität. Konsumenten im Jahr 2019 wollen sich online nicht von Werbung erschlagen lassen, sondern informiert werden, sich eine Meinung bilden und recherchieren. Dafür suchen sie glaubwürdigen, authentischen Content mit Mehrwert. Wer diesen mit seinen Ads und der Landingpage liefern kann, hat einen deutlichen Vorteil.

Die Suchmaschinenwerbung sollte dabei unbedingt mit dem restlichen Online Marketing eines Unternehmens im Einklang stehen, sonst kann die Authentizität in Form der Brand Identity schnell darunter leiden. Ein Verlust an Glaubwürdigkeit und somit auch an Kunden ist die Folge.

Smart Features und Automation – Trend oder Tücke?

Die zahlreichen neuen Smart Features und Möglichkeiten zur Automation, die die Umstrukturierung von AdWords zu Google Ads mit sich gebracht hat, sind in aller Munde. Dabei haben Smart Campaigns neben den vielfältigen Vorteilen auch einen großen Nachteil: Ein Laie kann schnell von der Fülle an Möglichkeiten verwirrt sein und das Gefühl haben, die Kontrolle über seine Ads zu verlieren.

Eine vollständige Automatisierung der Google Ads Kampagnen ist auch mit den neuen Smart Features nicht zu erwarten und sollte auch gar nicht das Ziel sein. Vielmehr sollte ein wirkungsvoller Mix aus manuellen und automatisierten Ansätzen genutzt werden. Dies erfordert ein hohes Maß an Expertise, weshalb es für Werbende ohne Erfahrung mit Ads ratsam sein kann, eine Google Ads Agentur zur Hilfe zu holen.

Vom Anzeigentext über die Landingpage bis hin zum Remarketing

Für eine erfolgreiche Google Ads Kampagne ist das Zusammenspiel aller Komponenten unabdingbar. Das erste Element, das ein potentieller Kunde von einer Kampagne sieht, ist der Anzeigentext. Dank der neuesten Entwicklungen in dieser Hinsicht können mit diesem kurzen Text jetzt noch besser diverse Werbewirkungen erzielt werden: Die 2018 geschaffene Möglichkeit, eine dritte Überschrift sowie eine zweite Beschreibung hinzuzufügen, verspricht eine individuellere Gestaltung von Google Ads Anzeigentexten in der Zukunft. Was Werbetreibende aus dieser Gelegenheit machen und wie groß der Vorteil durch die zusätzlichen Optionen wirklich ist, bleibt noch abzuwarten.

Nach der Anzeige wird der potentielle Kunde auf eine Landingpage weitergeleitet. Dass diese ansprechend gestaltet ist und einwandfrei funktioniert, war schon immer wichtig, um Conversions und einen hohen ROI zu erzielen. Doch durch die Neuerung, dass Absprünge einen Einfluss auf das Ranking haben können, wird die Landingpage sogar noch wichtiger. Eine ansprechende Landingpage sollte in jedem Fall die vorhin bereits erwähnten Bedürfnisse und Wünsche der jeweiligen Persona erfüllen und mit dem Anzeigentext konform sein, um die Authentizität zu wahren. Auch Usability und eine schnelle Ladegeschwindigkeit der Landingpage können über Erfolg und Misserfolg der Google Ads Kampagne entscheiden.

Die Erfahrungen, die wir bei der AdPoint Agentur bisher gemacht haben, lassen jedoch vermuten, dass nur ca. 15% aller Landingpages wirklich effizient sind. Die übrigen 85% hingegen wirken qualitativ minderwertig und unprofessionell.

Entscheidet sich ein Kunde nach dem Klick auf die Anzeige und dem Besuch der Landingpage gegen einen Kauf oder eine Kontaktaufnahme, ist der Prozess der Kampagne noch nicht zwangsläufig beendet. Durch geschicktes Google Ads Remarketing kann das zu bewerbende Produkt zu einem späteren Zeitpunkt erneut in Erinnerung gerufen werden. Auf diese Weise kann auch ein Interessent, der zunächst abgesprungen ist, doch noch zum Kunden werden.

Das Zusammenspiel zwischen Online und Offline

Auch für offline Unternehmen und lokale Geschäfte kann Google Ads einen Mehrwert bieten. Viele potentielle Kunden recherchieren online über ein Produkt, bevor sie es in einem Offline-Store in ihrer Umgebung erwerben. Online2Offline-Maßnahmen, in deren Rahmen lokale Ads Kampagnen geschaltet werden, erfreuen sich daher schon seit längerem großer Beliebtheit.

Die Vorteile, die mit einer solchen Maßnahme erzielt werden können, werden jedoch in Zukunft noch weiter wachsen. Mittlerweile ist es bereits möglich, einen Lagerbestand direkt in der Google Ads Anzeige zu integrieren. Ein Interessent sieht auf diese Weise sofort, ob sich der Weg ins Geschäft lohnt, und ist vor Enttäuschungen gewappnet.

Von AdWords zu Ads – Mehr als nur ein neuer Name

Die Umstrukturierung von Google AdWords zu Ads brachte also mehr als nur eine neue Bezeichnung. Auch zahlreiche Funktionen und Optimierungen traten mit dem vergangenen Jahr in die Welt der Suchmaschinenwerbung. Mit den Vorteilen und Herausforderungen dieser Entwicklungen werden sich SEA-Spezialisten sicherlich auch über das Jahr 2019 hinaus beschäftigen.

Es ist zu erwarten, dass an dieser Stelle noch lange nicht Schluss ist. Auch in den kommenden Jahren sind spannende Weiterentwicklungen des Werbeprogramms von Google zu erwarten. Der Name Google Ads sollte nun jedoch erst einmal bleiben.

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Über den Autor
Felix Wenzel SEA Panda Gastautor Felix Wenzel ist ein renommierter AdWords Experte und Geschäftsführer der AdPoint GmbH

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