Placements/Inhalte auf Kontoebene ausschließen

Placements ausschließen – Wie bereits im Artikel „Wie erstelle ich eine Displaynetzwerkkampagne“ erwähnt, kannst du deine Ads auf YouTube oder im Google Displaynetzwerk gezielt auf die Bedürfnisse und Interessen deiner Zielgruppe ausrichten. Das heißt, du hast die Möglichkeit, genau festzulegen, auf welchen Seiten, in welchen Apps oder in welchen Videos deine Anzeigen erscheinen und wo sie nicht ausgegeben werden sollen.

Wissenswert: Placements (z. B. Domains, Webseiten oder Apps) auszuschließen ist immer sinnvoll, um zu verhindern, dass dein Brand Schaden nimmt, weil deine Werbung in einem unangemessenen Hintergrund ausgegeben wurde. Nachfolgend zeigen wir Dir, wie Du Placements auf Kontoebene ausschließen kannst.

Achtung: Ein Ausschließen von mail.google.com und/oder youtube.com ist nicht möglich!

Placements/Inhalte ausschließen – Das solltest du wissen!

  • Willst du Inhalte oder Placements ausschließen, ist es sinnvoll, vor dem Domainnamen das www. wegzulassen, um von Anfang an auch gleich alle Subdomains und Unterseiten, die zu dieser Domain gehören mit auszuschließen.
  • Willst du verschiedene Länderdomains ausschließen, dann musst du für jede Domain einen eigenen Placement-Ausschluss erstellen. Beispiel: test.de, test.com, test.eu usw.
  • Du kannst nicht unbegrenzt Placements/Inhalte ausschließen. Pro Kampagne sind maximal 20. 000 Ausschlüsse möglich. Aus Kontosicht liegt die Höchstbegrenzung bei 65.000 Placement-Ausschlüssen.

So kannst du auf Kontoebene Inhalte/Placements ausschließen

  1. Melde dich in deinem Google Ads Konto an und rufe über das linke Seitenmenü oder Tools –> Gemeinsam Genutzte Bibliotheken –> Placements auf.

2. Nun musst du auf das Pluszeichen klicken.

3. Als Nächstes gibst du der Placement-Ausschlussliste einen aussagekräftigen Namen.

  1. Im nächsten Schritt kannst du die URL der Seite eingeben, die du ausschließen möchtest. Alternativ hast du auch die Möglichkeit nur bestimmte Themenbereiche auszuschließen.

Wissenswert:

  • Während dieser Phase kannst du auch mehrere Placements oder auch Apps ausschließen. Willst du eine App schließen muss du nur nach der ID suchen.
  • Hast du einen neuen Placement-Ausschluss erstellt, dauert es ca. 12 Stunden bis dieser aktiv ist.
  1. Klicke jetzt auf „Speichern“ und fertig!

Tipp:

  • Willst du deine erstellten Placement-Ausschlüsse überprüfen, dann solltest du einen Blick in den Änderungsverlauf deines Kontos werfen.
  • In den Richtlinien, die Google für Publisher geschaffen hat, kannst du nachlesen, welche Inhalte du mit dem Schalten von Google Ads bewerben kannst.
  • Du kannst auch Inhalte ausschließen, die zwar den Google-Richtlinien entsprechen, aber nicht mit deinem Brand kompatibel sind.

Auszuschließende Inhalte: Diese Optionen stehen dir zur Auswahl

Videokampagnen

Welche Placements und Inhalte du für Videokampagnen ausschließen willst, kannst du direkt bei der Erstellung der Kampagne durchführen. Hierfür stehen dir verschiedene Optionen zur Verfügung, z. B. über Inventartypen. Diese machen es dir leichter Placements und Inhalte auszuschließen, die mit deinem Brand nicht kompatibel sind.

Wissenswert: Insgesamt gibt es drei verschiedene Inventartypen.

Inhalte / Placements ausschließen: Welche Inventartypen gibt es?

Standardinventar (empfohlen)  Standardinventar ist bei allen Google Ads Konten aktiv. Diese Auswahl stellt sicher, dass deine Ads bei allen Inhalten ausgeliefert werden, die in der Regel als angemessen angesehen werden, wie z. B. Filmtrailer, Dokumentationen, Musikvideos usw. In der Regel werden in solchen Inhalten keine unangemessenen oder sensiblen Themen behandelt. Auch fallen nicht übermäßig obszöne Begriffe. Mit dieser Auswahl werden die Ads nicht in Videos mit übermäßig gewalttätigen oder sexuellen Inhalten eingeblendet.
Erweitertes InventarEntscheidest du dich für diese Option, dann werden deine Ads in allen YouTube-Videos und Internetseiten von Google-Partnern ausgegeben, die für das werbende Unternehmen angemessen sind und den Richtlinien von Google entsprechen.
Begrenztes InventarBei dieser Option werden die Ads nur innerhalb spezieller Videos ausgegeben. Darum ist diese Auswahl für Unternehmen eine gute Wahl, die auf werbefreundliche Inhalte angewiesen sind.   Wissenswert: Videos, die für die Ausgabe der Werbung ausgewählt werden, müssen spezielle Voraussetzungen erfüllen. So dürfen sie weder sexuelle Mehrdeutigkeiten aufweisen noch eine unangemessene Sprache.

Placements/ Inhalte ausschließen: Diese Labels solltest du kennen

DL-TVideos, die mit diesem Label gekennzeichnet wurden, sind speziell auf eine ältere Zielgruppe oder Jugendliche ausgerichtet.
DL-GDas Kürzel zeigt an, dass der Content für alle Zielgruppen geeignet ist.
DL-PAVideos, mit diesem Kürzel sind nur bedingt für alle Zielgruppen geeignet, da die Inhalte in der Regel meist auf Erwachsene ausgerichtet sind.
DL-MADie Inhalte der Videos sind nur auf Volljährige ausgerichtet.
Noch nicht klassifiziertInhalte, welche noch nicht klassifiziert wurden, weisen kein Label auf.

In diesen Inhaltstypen können deine Ads ausgegeben werden:

Was wertet Google als sensible Inhalte und wie werden diese kategorisiert?

Schockierend/aufsehenerregend: Diese Art Inhalt zeigt meist Katastrophen und/oder Unfälle, bei denen Tote und Verletzte zu sehen sind.

Konflikte und Katastrophen: Hier werden grausame Inhalte zu Kriegen gezeigt, in denen z. B. die Opfer direkt zu sehen sind.

Sexuell anzügliche Inhalte: Hier wird für Sexspielzeug geworben oder es handelt sich um Inhalte rund um Sexualität in verschiedenen Varianten.

Obszöne Inhalte/ grobe Ausdrucksweise: In diese Kategorie fällt z. B. Musik, Satire, Comedy und/oder Unterhaltung. Typisch für solche Inhalte ist z. B. ein vulgärer Sprachstil.

Wissenswert: Die Inhalte oder Webseiten, in denen Google Displaynetzwerk Ads ausgegeben werden können, werden mit denselben Labels gekennzeichnet wie die Videos, die als Hintergrund für Video-Ads dienen.

Wie können Placement-Ausschlusslisten kontoübergreifend verwendet werden?

Auch beim Verwaltungskonto können Placement-Listen erstellt, bearbeitet und/oder verwendet werden. Hier funktioniert das über gemeinsam genutzte Bibliotheken. Die Placement-Listen können dann direkt für die jeweiligen Kundenkonten verwendet werden.

Wissenswert: Sollen verschiedenen Kundenkonten Placement-Ausschlusslisten zugewiesen oder daraus entfernt werden, wird das über „Einstellungen für Unterkonten“ durchgeführt.

Achtung: Pro Verwaltungskonto können maximal 3 Placement-Ausschlusslisten erstellt werden. Eine Placement-Ausschlussliste kann maximal 250 000 Ausschlüsse umfassen.

Wie kann ich in einem Verwaltungskonto eine Placement-Ausschlussliste erstellen?

  1. Melde dich in einem Verwaltungskonto an und rufe über das Werkzeugsymbol gemeinsam genutzte Bibliotheken an. Wähle dort Placement-Ausschlusslisten aus.
  2. Nun klicke auf das Pluszeichen.
  3. Gib der neuen Placement-Ausschlussliste einen aussagekräftigen Namen.
  4. Im nächsten Schritt kannst du Placements einzeln eingeben oder eine Liste mit Placements hinzufügen.
  5. Klicke auf Speichern und fertig.

Wie kann man eine Placement-Ausschlussliste in einem Verwaltungskonto wieder entfernen?

  1. Melde dich in deinem Verwaltungskonto an und rufe über „gemeinsam genutzte Bibliotheken“ die Placement-Ausschlusslisten auf.
  2. Suche die Placement-Ausschlussliste, die du entfernen willst. Wähle das Kästchen daneben aus und klicke auf Bearbeiten. Anschließend wählst du Entfernen aus.

Achtung: Ist eine Placement-Ausschlussliste mit einem oder mehreren Google Ads Konten verknüpft kann diese nicht gelöscht werden.

Wie kann eine Placement-Ausschlussliste mehreren Konten zugewiesen werden?

  1. Melde dich in deinem Verwaltungskonto an und rufe über das linke Seitenmenü Einstellungen und Einstellungen für Unterkonten auf.
  2. Nun kannst du die Konten auswählen, dem du eine Placement-Ausschlussliste zuordnen willst.

Achtung: Untergeordneten Verwaltungskonten können keine Placement-Ausschlusslisten zugewiesen werden.

  • Als Nächstes öffnest du über das Drop-down-Menü Bearbeiten und Liste mit Placement-Ausschlüssen hinzufügen.
  • Wähle nun die Ausschlussliste aus, die du einem Konto zuordnen willst und klicke auf Übernehmen.

Wissenswert: Sobald du eine Placement-Ausschlussliste veränderst, wird das bei jedem Google Ads Konto berücksichtigt, dem sie zu geordnet wird.

Wie lassen sich Placement-Ausschlusslisten aus mehreren Konten entfernen?

  1. Melde dich in deinem Verwaltungskonto an und rufe über Einstellungen „Einstellungen für Unterkonten“ an.
  2. Nun kannst du die Konten auswählen, bei denen die Placement-Ausschlusslisten entfernt werden sollen.
  3. Als Nächstes werden die Placement-Ausschlusslisten ausgewählt, die aus den Google Ads Konten entfernt werden sollen. Klicke auf Übernehmen und fertig.

Wissenswert: Durch das Ausschließen von Inhalten und/oder Webseiten auszuschließen, wird es auch möglich, Ads gezielt auf mobile Nutzer auszurichten. Dadurch wird es für den Advertiser einfacher, gezielt User von mobilen Endgeräten anzusprechen, da er praktisch steuern, bei welchen Publisher und Inhalten seine Ads erscheinen.

Über den Autor
Andreas Kirchner

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