Automatisierte Regeln: Diese Aktionen lassen sich durchführen

Mithilfe automatisierter Regeln wird es für dich einfacher, Änderungen in deinem Konto automatisiert durchzuführen. Dadurch musst du dich nicht mehr mit klassischen Optimierungs- und Routinearbeiten plagen. Aber Vorsicht, automatisierte Regeln können auch zu unerwünschten Ergebnissen führen.

Wissenswert:

  • Pro Google Ads Konto können max. 10 Regeln angelegt werden.
  • Eine Regel ist max. für ein Jahr gültig.
  • Es kommt zu einer Deaktivierung der Regel, sobald der User, der die Regeln angelegt hat, sobald der nicht mehr aufs Konto zugreifen kann.
  • Angelegte Regeln könnten gelöscht, pausiert und aktiviert werden.
Die automatisierten Regeln lassen sich auf Keyword-, Anzeigen- und Kampagnenebene verwenden, um z. B. Keywords zu pausieren und zu aktivieren.Gebote anzupassen. Anzeigen zu aktivieren und zu pausieren.Standardangebote zu ändernKampagnen zu aktivieren und zu deaktivierendas Tagesbudget anzupassen.  

Automatisierte Regen: Grundsätzliches

Sobald du Elemente wie z. B. Keywords, Kampagnen und Co. pausierst, sind sie gestoppt. Sie aktivieren sich nicht von allein. Du kannst dir jetzt überlegen, ob du die Anzeigen weiterhin deaktiviert lässt oder doch besser optimierst. Schwieriger wird es, wenn eine sonst erfolgreiche Kampagne während der Abfrage aufgrund äußerer Umstände schlechte Werte hat (z. B. Feiertag, veränderte Konkurrenzsituation, Betriebsferien usw.). Diese Kampagne bleibt auch dann deaktiviert, wenn sich die Situation wieder normalisiert. Dir geht dann praktisch Conversion verloren.

Wissenswert: Vor allem Anzeigen sind von diesem Effekt betroffen. Darum vermeide unbedingt Klickraten zu hoch anzusetzen, sonst werden alle deine Anzeigen nach und nach deaktiviert.

Gebotsänderungen mit automatisierten Regeln durchführen

Gebote sind direkt mit den Suchbegriffen (Keywords) verbunden. Mithilfe automatisierter Regeln kannst du die Gebote für die einzelnen Suchbegriffe automatisch erhöhen und senken, indem du einen Prozentsatz oder einen festen Betrag bestimmst. Alternativ kannst du auch mit geschätzten geboten für Top-Positionen und/oder die erste Seite arbeiten.

Wissenswert: Über automatisierte Regeln hast du auch die Möglichkeit, auf der Anzeigengruppenebene den Standard-CPC zu ändern.

Tipp: Bei Gebotsänderungen solltest du ein Minimal- und Maximal-Gebot festlegen.

Beispiel:

Du legst fest, dass deine Gebote um eine bestimmte Prozentzahl steigen sollen, wenn deine Anzeige eine durchschnittliche Position von weniger als vier haben. Wird deine automatisierte Regel ausgeführt, steigt deine Anzeige um einen Platz. Doch die Ads deiner Konkurrenz rutschen ab. Das werden diese natürlich nicht auf sich sitzen lassen und ebenfalls ihre Gebote erhöhen. Durch deine automatisierten Regeln werden deine Gebote erneut erhöht usw. Das führt dazu, dass die Gebote immer weiter erhöht werden und du letztendlich einen höheren Klickpreis bezahlst, als der Besucher tatsächlich wert ist.

Budgetänderungen

Das Budget automatisiert zu steuern ist so eine Sache, denn hier kannst du nur bedingt mit festen Größen arbeiten, wie z. B. Durchschnittsposition, Klickpreise oder Klickraten. Der richtige Budgetrahmen ergibt sich nun mal aus der Art der Geschäftsziele.

Conversion-Kosten als Orientierungswert für automatische Regeln ist auch nicht unbedingt eine gute Entscheidung, denn schließlich hängt vom Budget ab, wie oft die Ads ausgegeben werden – Stichwort: Impressionen. Abhängig von der Qualität deiner Keyword-Recherche kann sich die Qualität des Traffics verschlechtern. Der Grund ist, weil die Ads im erhöhten Maß ausgegeben werden.

Tipp: Willst du trotzdem über automatisierte Regeln eine automatisierte variable Budgetänderung umsetzen, ist eine konsequente Überwachung das A und O. Um hier die Fehlerwahrscheinlichkeit zu verhindern, solltest du einen Minimal- und Maximalbeitrag verwenden.

Automatisierte Regeln: die Tücken

Damit sich der Nutzen automatisierter Regeln nicht ins Gegenteil verkehrt, sollten folgende Aspekte beachtet werden.

  • Lege die Anforderungen fest: Achte darauf, dass die Daten nur im Zusammenhang abgefragt und interpretiert werden. Schließlich kann bei einer schlechten Durchschnittsposition auch eine geringe Klickrate ok sein. Schwierig wird es aber, wenn die Conversion sinkt.
  • Derartige Wechselwirkungen musst du nicht nur bei der manuellen Optimierung deiner Kampagne bedenken, sondern auch beim Formulieren der Kriterien der automatisierten Regeln. Es reicht nicht, einzelne Anforderungen, ohne einen notwendigen Kontext zu bestimmen. Lege über den „Link und Weitere hinzufügen“ alle Bedingungen fest, um alle relevanten Zusammenhänge anzugeben.
  • Willst du mehrere Regeln auf die gleiche Kampagne bzw. dasselbe Element anwenden, dann solltest du darauf achten, dass sie nicht zum selben Zeitpunkt ausgeführt werden. Schließlich willst du Fehler bzw. unerwünschte Änderungen vermeiden.

Tipp: Lege genau fest, in welcher Reihenfolge die Regeln ausgeführt werden sollen.

  • Eine Bewertung der Zahl ist unerlässlich! Beispiel: Das Kampagnenbudget soll erhöht werden, so bald der durchschnittliche CPC < 10 Euro ist. An sich eine vernünftige Regel, doch greift diese Regel auch für Kampagnen bzw. Anzeigengruppen, deren Conversion-Kosten bei 0 liegen.
  • Lege den Abfragezeitraum fest: Vermeide zu kurze Abfrageintervalle, denn in kurzen Zeiträumen kommt nur eine geringe Conversion-Rate zustande. Darum haben die Daten nur eine geringe Aussagekraft. Dasselbe gilt auch umgedreht. Zu lange Zeiträume sind ebenfalls zu vermeiden, denn Google speichert die Daten maximal für dreißig Tage.
  • Achte unbedingt auch auf eine statistische Validität deiner Daten.
  • Je mehr Conversions und/oder Klicks eine Kampagne hat, desto valider sind die statistischen Daten.
  • Die automatisierten Regeln sollten so angelegt werden, dass sie die Aktionen immer anhand aktueller Daten durchführen.

Achtung: Damit die Durchführung von automatisierten Regeln für dich Sinn ergeben, ist eine Durchgängigkeit deiner Kampagnen das A und O. Diese lässt sich mit automatisierten Regeln nun mal nicht erreichen. Darum achte darauf, dass

  • deine verlinkten Landingpages einen hohen Qualitätsfaktor aufweisen.
  • deine Kampagnen gut strukturiert sind.
  • deine Anzeigen einen Mehrwert für deine Zielgruppe aufführen
  • deine Keywordlisten ständig aktualisiert und optimiert werden.

Automatisierte Regeln sind ganz praktisch, allerdings sollte man ihnen nicht blindlings vertrauen. Funktionieren automatische Regeln nicht so wie erwartet, hat das meist drei Ursachen:

  • Gehen Sie nicht mit falschen Erwartungen an das Erstellen automatisierter Regeln. Sie tragen dazu bei, die Effektivität von Google Kampagnen zu verbessern, treiben aber nicht die Conversion-Zahlen in unerreichten Höhen.
  • Die Regeln wurden falsch festgelegt wodurch sich die Leistung der Kampagne verschlechtert.
  • Die Regeln wurden korrekt definiert, aber aufgrund einer falschen Ausrichtung kommt es zu unerwünschten Ergebnissen.

So legst du automatisierte Regeln an

Beispiel: Der Bietpreis soll für bestimmte Keywords um 10 % angehoben werden, sobald die Klickrate unter 2,5 % sinkt und die Anzeigenposition unter Platz 3 fällt. Um diese Regeln anzulegen, musst du die entsprechende Anzeigengruppe öffnen. Nun klickst du auf den Reiter „Keywords“. Öffne dort das Dropdown-Menü und suche nach „max. CPC-Gebote ändern, wenn“. Im nächsten Schritt öffnet sich der Eingabebereich.

Übernehmen fürHier kannst du festlegen, ob die Regeln nur für ein paar oder alle Keywords gelten sollen. Ist geplant, dass die Regel nur einzelne Keywords betrifft, dann muss die Option „ausgewählte Keywords“ ausgewählt werden. Die Keywords, für die die Regel gelten soll, werden einzeln mit einem Haken in der Checkbox markiert.
Automatische AktionLaut unseres Beispiels soll der Bietpreis geändert werden. In dem Fall wird „automatische Aktion“ ausgewählt. Nachfolgend müssen sie entscheiden, ob es zu einer Erhöhung oder Senkung des Gebots kommen soll. Legen sie eine automatische Erhöhung um 10% fest. Alternativ können Sie die Summe, um die der Beitrag erhöht werden soll auch als absoluten Euro-Betrag angeben.   Tipp: Um zu verhindern, dass das Gebot in ungebremste Höhen schießt, können Sie ein maximales Gebot festlegen. Das bedeutet, dass alle Gebote, die das Höchstgebot noch nicht erreicht haben, weiterhin um 10% steigen.  
AnforderungenHier werden die Bedingungen definiert, die erfüllt sein müssen, dass die Regel ausgeführt wird.   Beispiel: Laut unseres Beispiels soll die Regel starten, wenn die Klickrate unter 2,5 % fällt. Das heißt Sie geben unter Anforderungen an, CTR < 2,5 %. Klicken Sie auf + Weitere Hinzufügen können Sie eine weitere Anforderung festlegen.
HäufigkeitUnter Häufigkeit können sie bestimmen, wie oft die Regel ausgeführt werden soll. Zur Auswahl stehen einmalig, täglich, monatlich oder wöchentlich.
AbfragezeitraumHier geben Sie an, anhand welcher Daten die Regeln durchgeführt werden sollen. Zur Auswahl stehen gleicher Tag, Vortag, Vormonat usw.
RegelnameSelbsterklärend
Ergebnisse per E-Mail sendenSelbsterklärend

Hast du alle Eingaben getätigt, dann solltest du alles noch einmal über „Vorschau der Ergebnisse anzeigen“ prüfen, bevor du deine Regeln speicherst.

Über den Autor
Andreas Kirchner
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